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    Watchmen from Jerusalem - Issue #2, 2026

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Schalom, liebe Freunde,

wie bereits erwähnt: Wenn ihr daran interessiert seid, über die aktuellen Ereignisse rund um Israel auf dem Laufenden zu bleiben und zu erfahren, wie „Intercessors for Israel“ [Fürbitter für Israel, Anm. d. ÜS] dafür betet, meldet euch bitte für unsere freitäglichen Gebetspunkte an: https://www.ifi.org.il/de/

In letzter Zeit habe ich beim Leiten der IFI-Gebetstreffen eine tiefe Last verspürt, dafür zu beten, dass die Gemeinde versteht und ihrer Berufung folgt, an dem mitzuwirken, was Gott in und durch Sein auserwähltes Volk Israel tut – insbesondere da es Sein Ziel ist, Seinen heiligen Namen zu verherrlichen (Hes 36,21-23; vgl. 20,9, 14, 22). Ich bete dafür, weil ich in Seinem Wort gelesen habe, dass Gott zwar tun kann, was Er will, aber in der Regel darauf wartet, dass eines Seiner Kinder Ihn darum bittet, bevor Er es tut. Denn warum sonst würde Jeschua uns sagen, dass wir, wenn wir beten, darum bitten sollen, dass Sein Reich komme und Sei Wille auf Erden geschehe, wie er in der Ewigkeit geschieht, wenn dies für Gläubige nicht von entscheidender Bedeutung wäre (Mt 6,9-10)?

Außerdem, warum gibt es in der gesamten Bibel nur zwei Arten von Menschen, nach denen Gott sucht: diejenigen, die Ihn anbeten – was auch bedeutet, Ihm zu dienen – im Geist und in der Wahrheit (Joh 4,23-24), und Fürbitter (Jes 59,16, Hes 22,30-31 vgl. 13,4-5). Tatsächlich sind Fürbitter so entscheidend dafür, dass sich die Ziele Seines Reiches in der Welt verwirklichen, dass Er, selbst, nachdem Er verkündet hat, was Sein Wille für Jerusalem ist und dass Er das tun wird (Jes 62,1-2), Wächter auf den Mauern Jerusalems aufstellt, denen aufgetragen wird, Ihn ausdrücklich darum zu bitten, das zu tun, was Er bereits angekündigt hat (Jes 62,6-7)!

„The times they are changing“ [Bob Dylan] [Die Zeiten, sie ändern sich, Anm. d. ÜS]

Vor diesem Hintergrund spüre ich Gottes Führung in diesem Newsletter mehr biblische Lehre einzubringen, insbesondere zu den Themen Gottes Wesen, wie es in Seinem Wort offenbart wird, sowie zur zentralen Bedeutung des Gebets und Israels und dazu, wie der Leib des Messias mit beiden verbunden sein soll – besonders heute, da wir uns der herrlichen Wiederkunft des Königs und Messias Israels, Jeschua, unseres Erlösers und Herrn, nähern.

Ich glaube, hilf doch meinem Unglauben!

Ich habe die folgende Einleitung für die Freitagsgebetspunkte von „Intercessors for Israel“ [Fürbitter für Israel, Anm. d. ÜS] vom 17. April 2026 verfasst: „Die Sucht von US-Präsident Trump nach Waffenstillständen ertragen zu müssen und mit anzusehen, wie er Israel seit dem 7. Oktober 2023 bereits daran gehindert hat, einen vollständigen Sieg über die Hamas, den Iran und zweimal über die Hisbollah zu erringen, frustriert mich, macht mich wütend und lässt mich fragen, warum Gott dies zugelassen hat.“

Mit dieser letzten Frage hadern ich und viele andere Gläubige. Wir haben einen festen und unerschütterlichen Glauben an Gottes absolute Souveränität. Ja, Satan ist aktiv und gefährlich und hasst Gottes Volk – sowohl Israel als auch die wahre Kirche –, doch nirgendwo in Gottes Wort wird der Teufel als etwas anderes angesehen als ein geschaffenes Wesen, das als „Widersacher“ beschrieben wird, was „Satan“ im Hebräischen wörtlich bedeutet. Um mich selbst und wahrscheinlich auch viele von euch zu ermutigen, möchte ich daher die folgenden Verse anführen:

  • JHWH regiert als König! Er hat sich mit Majestät bekleidet…Ps 93,1a; siehe auch 96,10a; 97,1; 99,1
  • JHWH hat im Himmel aufgerichtet Seinen Thron, und Seine Herrschaft regiert über alles.Ps 103,19
  • Wie schön sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündet, … der Rettung verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König!Jes 52,7
  • Ach, Herr, JHWH! Siehe, Du hast den Himmel und die Erde gemacht durch Deine große Kraft und durch Deinen ausgestreckten Arm, kein Ding ist Dir unmöglich.Jer 32,17; vgl. Vers 27
  • Jeschua sprach zu Seinen Jüngern kurz vor Seiner endgültigen Himmelfahrt: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. (Mt 28,18; vgl. Dan 7,13-14)

  • Petrus, der vom Heiligen Geist dazu geführt wurde, zu den Heiden zu sprechen, erklärt: Das Wort, das Gott den Söhnen Israels gesandt hat, indem Er Frieden verkündigte durch Jeschua, den Messias – Dieser ist aller Herr (Apg 10,36)

Herr Jeschua, mein Herr und mein Gott, ich glaube zwar, dass Du vollkommen souverän bist, doch hilf meinem Unglauben! (Mk 9,24)

Wenn Gott vollkommen souverän ist, haben wir dann einen freien Willen?

Der obige Abschnitt zwingt uns, uns mit der Frage nach Souveränität und freiem Willen auseinanderzusetzen. Zu diesem Thema wurden theologische Abhandlungen verfasst, und Argumente für die eine oder andere Seite haben die Kirche oft gespalten. Aus den obigen Versen geht klar hervor – und es gibt noch viele weitere, die ich hätte hinzufügen können –, dass Gott vollkommen souverän ist, und doch gibt es auch Verse, die besagen, dass der Mensch einen freien Willen hat, die Fähigkeit zu wählen:

  • Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch [Israel] auf: Das Leben und den Tod habe Ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.5 Mo 30,19
  • Wenn es euch aber nicht gefällt, JHWH zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen JHWH dienen!Jos 24,15
  • Geh hin und rede zu David: So spricht JHWH: Dreierlei lege Ich dir vor! Wähle dir eins davon, dass Ich es dir tue!2 Sam 24,12
  • Weil sie Erkenntnis gehasst und die Furcht JHWHs nicht erwählt haben.Spr 1,29
  • Rahm und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählenJes 7,15
  • Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie Du willst.Mt 26,39 vgl. 26,42; Lk 22,42
  • Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.Gal 6,7
  • Wenn ich aber weiterleben soll im Fleisch, so dient mir das dazu, mehr Frucht zu schaffen; und so weiß ich nicht, was ich wählen soll.Phil 1,22

Die zentrale Frage ist, wie wir die Bibel auslegen. Sie ist eine Sammlung von 66 Büchern, die von Juden mit einer hebräischen Denkweise verfasst wurden, die Gott und Sein Wort in den Mittelpunkt von allem stellt. [Übriges: Ich glaube, dass Lukas entweder Jude oder zum Judentum konvertiert ist, schließlich war er Arzt!] Dennoch neigen viele nichtjüdische Theologen, Gelehrte und Gläubige dazu, die Dinge humanistisch zu betrachten, daher stellen sie den Menschen und seine logische Sichtweise auf die Existenz in den Mittelpunkt von allem, und ihre theologischen Schlussfolgerungen müssen für den Menschen logisch einleuchtend sein! Doch in 5. Buch Mose 29,28 heißt es eindeutig, dass es Geheimnisse gibt, die nur Gott kennt, und dass Er uns die Dinge offenbart, damit wir nach Seinem Wort leben können.

Eine hebräische Denkweise erkennt an, dass die höchste Wahrheit von Gott offenbart werden muss, der die gesamte Existenz erschaffen hat und der außerhalb der Zeit in Ewigkeit existiert; und ob wir nun verstehen, was im Wort offenbart wird, oder die Logik dahinter erkennen – dies darf uns nicht dazu verleiten, daran zu zweifeln, dass Gott und das, was Er in Seinem Wort offenbart, wahr sind (Spr 3,5). Wenn Gott sagt, dass etwas wahr ist – dann ist es wahr – denn sowohl spricht Er die Wahrheit als auch ist Er die Wahrheit (2 Mo 34,6b; 4 Mo 23,19; Ps 25,5; 43,3; 86,11; 119,130; Jer 4,2; Joh 14,16; 17,17; Offb 3,7; 19,11)!

Inwiefern hilft uns das bei der Frage am Anfang dieses Abschnitts? Tatsächlich entspringt diese Frage selbst einer humanistischen Sichtweise, die eine Antwort verlangt, die unserer Denkweise entspricht. Wenn wir die Frage jedoch aus biblischer Perspektive betrachten, können wir den Satz umformulieren, um deutlich zu machen, was Gottes Wort wirklich aussagt: Gott ist souverän und der Mensch hat einen freien Willen! Deshalb versuche ich mein Leben im Vertrauen auf Seine absolute Souveränität zu führen – über mich, meine Familie, mein Volk Israel und den Rest der Welt. Doch ich akzeptiere auch, dass ich Entscheidungen aus freiem Willen treffen muss, und dass ich für das, was ich entscheide, zur Rechenschaft gezogen werde. Deshalb ist es für uns unerlässlich das gesamte Wort Gottes zu kennen und Ihn ständig und tägliche Führung zu bitten (Ps 23,3b; 27,8; 105,3-4; 119,45; Spr 28,5; Hebr 11,6).

Noch eine abschließende Anmerkung dazu: Gottes Souveränität und der freie Wille des Menschen sind nicht gleichwertig. Er kann – und tut dies oft auch – die Entscheidungen des Menschen außer Kraft setzen, umlenken oder beeinflussen, insbesondere wenn es um wichtige Angelegenheiten geht. Er verhärtete das Herz des Pharaos; Er erwählte Mose, obwohl dieser nicht erwählt werden wollte; Er legte Bileam Seine Worte in den Mund und ließ diesen Propheten für Geld Israel segnen; Er brachte Esther ins Bett eines persischen Königs und versetzte den König in Schlaflosigkeit, um Sein Volk vor der Vernichtung zu retten; Er erwählte David; Er erwählte Jeremia, als dieser noch ein junger Mann und – wie Mose – nicht erwählt werden wollte; Er verblendete den Verstand der jüdischen Führer zu Jeschuas Zeiten, damit Scharen von Heiden in das Reich des Königs von Israel kommen konnten; Er nutzt Jerusalem heute als Stolperstein, um mit arroganten, gottesfeindlichen Nationen abzurechnen; außerdem gibt es viele weitere Beispiele, die wir in Seinem Wort finden könnten.

Seine Souveränität ist größer als der freie Wille des Menschen und Er wendet sie viel häufiger an, als uns bewusst ist – in unserem persönlichen Leben und in den Weltgeschehnissen (Ps 33,10-11; Spr 16,1, 9; 19,21; 20,24; 21,1; Jes 46,10; Jer 10,23 usw.).

Eine unbiblisches Denken über den Messias Jeschua ist äußerst gefährlich

Eine große Gefahr für Gläubige besteht darin, wie sie ihren Erlöser heute sehen. Nicht nur Juden haben ihrem Messias den Rücken gekehrt, nur weil Jeschua ihre theologischen Erwartungen nicht erfüllte. Auch Gläubige können heute in dieselbe Falle tappen, insbesondere wenn sie die Wahrheit ablehnen, dass der erhöhte Menschensohn, Jeschua, immer noch ein Jude ist!

Ich möchte dies auf eine persönliche Ebene bringen, um euch die Ernsthaftigkeit dieses Thema zu verdeutlichen: Wenn derjenige, den Du anbetest, nicht mehr der König Israels ist (Ps 20,10; 24,7-10; Jes 6,5; 44,6; Sach 14,9; Mt 2,2; 21,5; Joh 1,49; 12,13-15; 19,19; Offb 19,16), der im Himmel vor dem Thron Gottes, des Vaters, als der Löwe von Juda verkündet wird (Offb 5,5) und der im allerletzten Kapitel der Bibel sagt, dass Er die Wurzel und der Spross Davids ist – nicht war – (22,16), dann befindest du dich auf einem rutschigen, satanischen Abhang. Du verneigst dich vor einem anderen Jesus und glaubst an ein anderes Evangelium, das nicht mehr mit Gottes Verheißung an Abraham (1 Mo 12,3; 22,18; vgl. Gal 3,8), Isaak (1 Mo 26,4) und Jakob (1 Mo 28, 12-14) verbunden ist, und du läufst die sehr ernste Gefahr, einen anderen Geist zu empfangen zu haben, der nicht der Heilige Geist ist (2 Kor 11,3.4).

Ich gehe davon aus, dass die meisten von euch, die dies lesen, nicht zu dieser Kategorie gehören. Lasst uns für Gläubige beten, die in dieser Hinsicht in die Irre geführt wurden, und den Herrn Selbst bitten, dass er ihren Verstand öffnen und sie von dieser dämonischen Irrlehre abbringt; dass sie ihren Irrtum bekennen, Buße tun und glauben, was sowohl der Tanach als auch das Neue Testament über den Einen und Einzigen Erlöser und Retter, unseren Herrn und König Jeschua, bezeugen. Mirjams Sohn nach dem Fleisch und Gott, der Sohn, nach Seiner ewigen Natur.

Ein letzter Gedanke: Wenn Gläubige es heute nicht wagen würden, sich vor einem jüdischen König zu verneigen und ihn anzubeten, was werden sie dann in alle Ewigkeit tun?

Täuscht Gott die Menschen heute?

Es gibt ein sehr beängstigendes Endzeit-Szenario, das Paulus in 2. Thessalonicher 2,11 beschreibt, während er über das Auftreten des Antichristen spricht. Er erklärt, dass Gott Selbst jene täuschen wird, die sich weigern, die Gabe der Wahrheit anzunehmen. Das ist sehr beunruhigend, denn, wie Derek Prince immer wieder warnte, bedeutet Täuschung, dass der Getäuschte nicht einmal weiß, dass er getäuscht wird!

Zwar bezieht sich 2 Thessalonicher in erste Linie höchstwahrscheinlich auf jene, die, obwohl sie in ihrem Geist ein Zeugnis von Messias Jeschua und das Angebot der Erlösung durch Ihn erhalten, ihn ablehnen, doch ich sehe darin auch ein Prinzip, dass heute wirksam ist. Gottes Wahrheit ist im Messias verkörpert und wird in Seinem Wort offen verkündet – doch dies bedeutet Sein gesamtes Wort, denn als Jeschua zu Gott betete, Er möge uns in Seiner Wahrheit heiligen, und hinzufügte, dass Sein Wort die Wahrheit sei (Joh 17,17), gab es noch kein Neues Testament.

Ohne einen biblischen Glauben an die Wahrheit über Israel, wie sie im Tanach offenbart wird – dem einzigen Wort Gottes, das Jeschua und die ersten Gläubigen liebten, lasen und dem sie vertrauten – stellen sich heute viele innerhalb der Kirche gegen Israel und sogar gegen die Juden. Und viele der Ungeretteten glauben die abscheulichsten Lügen über Gottes Volk und Seine Nation. Ist das Gottes Werk?

Douglas Murray spricht

Vor 13 Jahren fand an der Universität Cambridge eine Debatte statt, an der „drei Vertreter der britischen Elite – ein Journalist, ein Wissenschaftler und ein Diplomat“ – teilnahmen. Sie alle sagten, dass „das iranische Atomprogramm keine Bedrohung für Großbritannien darstellte, sondern vielmehr in dessen Interesse liege“, da die Macht, die dies dem Regime der Ajatollahs verleihen würde, „Israel in Schach halten“ und „das Gleichgewicht im Nahen Osten wiederherstellen“ würde.

Douglas Murray, damals ein junger Journalist argumentierte, dass ihre Worte „nicht nur Unkenntnis über die Verhältnisse im Nahen Osten und die Islamische Republik offenbarten“, sondern auch „die moralische und geopolitische Schwäche Großbritanniens und ganz Europas“ aufdeckten. Er prophezeite, dass, wenn „Israel gezwungen ist, allein gegen die iranische Bedrohung vorzugehen – und das wird es tun … die europäischen Staats- und Regierungschefs dies sicherlich öffentlich verurteilen werden, aber insgeheim Gott dafür danken werden, dass es das getan hat, wozu sie selbst zu ängstlich waren.“ Im vergangenen Jahr, während Israels Operation „Volk wie ein Löwe“ gegen das Ajatollah-Regime schloss sich Bundeskanzler Merz Murrays Meinung an, indem er sagte: „Israel erledigt die Drecksarbeit für uns alle.“

Heute ist Murray eine prominente Stimme „des europäischen konservativen Lagers in den Kulturkriegen, die im Westen toben, und seit dem 7.10. [dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023] auch einer der entschlossensten Verfechter des Rechts Israels, diejenigen zu bekämpfen, die seine Vernichtung anstreben.“ Murray ist kein Christ, vielmehr ist er offen schwul, und dennoch stellt er viele Gläubige mit seiner offenen und entschlossenen Haltung für Israel und das jüdische Volk in den Schatten.

Sein Engagement für den jüdischen Staat wurde von Israel gewürdigt, und er wurde sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene öffentlich als Freund Israels gedankt und gefeiert. Murray widmete den Alexander-Hamilton-Preis, den er in New York City vom konservativen Manhattan Institute erhielt, „dem Volk Israel, das sich angesichts von Todeskulten für das Leben entschieden hat, den Menschen, die angesichts des Grauens aufrecht standen und sich für das Leben entschieden haben.“

Israel Hayom interviewte ihn Ende 2025 anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Buches „Democracies & Death Cults, Israel & the Future of Civilization“ [Demokratien & Todeskulte, Israel & die Zukunft der Zivilisation, Anm. d. ÜS]. Das Buch ist das Ergebnis zahlreicher „längerer Besuche, die Murray in den vergangenen zwei Jahren in Israel unternommen hat, sowie seiner Gespräche mit Reservisten an der Front, mit Familien von Geiseln und mit hochrangigen israelischen Amtsträgern“, darunter auch Premierminister Bibi Netanjahu. Er versucht, einer „schlaffen und materialistischen“ westlichen Welt das Gesicht der israelischen Gesellschaft zu offenbaren – in Murrays Worten „einer Welt, die den Todestrieb des Islamismus nicht versteht“ und die sogar Teile dieses Triebes übernommen hat. Murray zufolge „wird Jerusalem über das Schicksal der westlichen Kultur entscheiden.“

Auf die Frage nach Israels Souveränität über Judäa und Samaria – für Anhänger der politischen Korrektheit auch „Westjordanland“ genannt – erklärt er, dass er versteht, warum viele Israelis dies anstreben. „Ich kenne keinen anderen Konflikt auf der Welt, in dem eine Seite immer wieder versucht hat, ihren Nachbarn zu vernichten, verloren hat und dann erwartet hat, dass alles wieder so wird wie vor dem Krieg. Im Laufe der Geschichte war dies immer selbstverständlich – wenn man einen Krieg beginnt und besiegt wird, verliert man Territorium.“ So geschah es beispielsweise nach dem Ersten Weltkrieg mit der Auflösung des Österreichisch-Ungarischen Reiches.

Im Jahr 2006 veröffentlichte Murray „Neoconservatism: Why We Need It“ [Neokonservatismus: Warum wir ihn brauchen, Anm. d. ÜS], womit er seinen Einstieg in die Debatte um moderne politische Strömungen ankündigte. Er verteidigte den Neokonservatismus und „betonte die Notwendigkeit einer moralischen und entschlossenen Außenpolitik“ nach den Anschlägen vom 11. September in New York. Dieses Buch etablierte ihn als „eine der herausragenden jungen Stimmen im politischen Diskurs Großbritanniens.“ Einer seiner Online-Essays aus dieser Zeit war „Islamophilia“ [Islamophilie, Anm. d. ÜS], in dem er die westliche Kultur dafür kritisierte, dass sie sich dem radikalen Islam ergab – und das alles im Namen der „Toleranz.“

Murrays 2017 erschienenes Buch „Der Selbstmord Europas – Immigration, Identität, Islam” war ein aufschlussreicher Blick darauf, wie Europa „den Glauben an sich selbst verlor, seine Identität unter den es überrollenden Einwanderungswellen auslöschte und sich Selbstvorwürfen wegen der Sünden des Kolonialismus hingab.“ Im Jahr 2021 ging er in seinem Buch „Wahnsinn der Massen: Wie Meinungsmache und Hysterie unsere Gesellschaft vergiften“ noch einen Schritt weiter und untersuchte Identitätspolitik, Feminismus und die LGBT-Bewegung als weitere Ausdrucksformen der Kulturkrise des Westens. Schließlich „vollendet“ ‚Krieg dem Westen‘ eine Art ideologische Trilogie“, da er darin untersucht, wie westliche Medien, Wissenschaft und politische Systeme „einen Kampf gegen die Grundlagen ihrer eigenen Kultur, gegen die Geschichte, die Helden und die Werte eröffnet haben, die dem Westen seine Freiheit und Macht verliehen haben. Dieses Buch festigte Murrays Status als einer der führenden Denker der neuen konservativen Strömung und als einflussreiche Persönlichkeit im globalen Diskurs.“

Murray beklagte, dass sich die Europäer nicht an ihre Geschichte erinnern, und weist darauf hin, dass Europa vor der Entstehung der Nationalstaaten „langwierige Religionskriege erlebt hat; ich argumentiere seit Jahren, dass wir Zeugen der Rückkehr der Ära der Religionskriege sind, diesmal jedoch nicht zwischen Katholiken und Protestanten, sondern, zwischen dem Islam und der modernen europäischen Identität.“ Zum Wachstum des radikalen Islamismus in Europa kommt das parallele Wachstum des radikalen Linksextremismus hinzu.

Das passiert auch in Amerika. „Die radikale Linke hat beschlossen, dass die Palästinenser ihr neues Lieblingsobjekt sind. Vor dem 7.10. war es die grüne Agenda oder ‚die nicht-binäre schwarze Trans-Frau.‘ Jedes Mal haben sie einen neuen Gott, der ihr Leben mit Sinn erfüllen soll. Jetzt ist es Israel – nicht aus echter Sympathie für die Palästinenser und nicht aus Unterstützung für die Zwei-Staaten-Lösung, sondern aus dem Wunsch heraus, den einzigen jüdischen Staat der Welt auszulöschen. Sie glauben wirklich, dass die Welt wieder zum Paradies wird, wenn Israel verschwindet. Das ist eine sehr zerstörerische Vorstellung für den Westen…“

Mit Blick auf die negative Berichterstattung über Israel in weiten Teilen der Welt meint Murray, dass sich mehr Menschen im Westen mit Israel hätten identifizieren können, wenn Israel „nicht entschlossen auf die Hamas reagiert hätte.“ Dann fügte er hinzu: „Ich stelle nach wie vor eine offene Frage an jeden, der Israel kritisiert – was genau hättest du getan, wenn du am 7.10. an seiner Stelle gewesen wärst? Wie hättest du die Hamas bekämpft und die Geiseln befreit, anders als Israel es getan hat?“ Er habe noch keine „schlüssige Antwort“ gehört.

Kürzlich erläuterte Murray im Podcast des kanadischen Psychologen Jordan Peterson den Kern des heutigen Kulturkampfs. „Die Islamisten wissen, dass sie in Jerusalem ansetzen müssen, wenn sie den Westen zerstören wollen.“ Er zitierte den Vers aus Jesaja, der in die Eingangswand der UNO eingemeißelt ist: Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen. Anschließend zitierte er den vorangehenden Vers. Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, … Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Murray sagte zu Peterson: „Man kann die Botschaft des Friedens nicht annehmen, wenn nicht die vorangehende Botschaft aus Jerusalem kommt“, was eine beachtliche Bibelauslegung ist, die man von einem nicht-religiösen Mann nicht erwarten würde.

Peterson fragte, was er damit meine, dass „Jerusalem im Zentrum des kulturellen Kampfes des Westens steht.“ Murray antwortete: „Jeder, der mit der westlichen Geschichte vertraut ist, weiß, dass Jerusalem eine tragende Säule der westlichen Kultur ist. Fast jeder Schüler im Westen hat etwas über die Kreuzzüge gelernt … Diese Feldzüge, auch wenn sie manchmal grausam und ungerecht waren, entsprangen zum Teil dem Wunsch, muslimische Kolonialisten daran zu hindern, die Kontrolle über Jerusalem zu übernehmen. Der Islam hatte kein historisches Recht auf diese Stadt, aber der Islam … versteht es, die Geschichte umzuschreiben und Anspruch auf alles zu erheben, sogar auf Ereignisse, die ihm um Hunderte von Jahren vorausgingen…“ Sie behaupten sogar dreist, dass Abraham, Jesus und viele andere biblische Gestalten Muslime waren. Doch diese islamische Umschreibung der Geschichte „ist bei vielen im heutigen unwissenden Westen recht gut gelungen.“

„Ja, der Westen hat immer wieder um Jerusalem gekämpft, und dafür gibt es einen tiefgreifenden Grund. Der Westen ruht auf drei Säulen – Jerusalem, Rom und Athen. Die Islamisten sowie weitere Kräfte, die den Westen zerstören wollen, wissen, dass Jerusalem die Säule ist, die am leichtesten zu stürzen ist. Nehmen wir zum Beispiel die immer wiederkehrende Behauptung, dass die Israelis ‚versuchen die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören und den Dritten Tempel zu errichten.‘ Das ist eine völlig haltlose Verleumdung, und doch hört man sie immer wieder in der muslimischen Welt und auch in bestimmten Kreisen der amerikanischen Rechten. All dies zeigt, wie außerordentlich bedeutend Jerusalem ist.“

„…Der Kampf um Jerusalem und um die von dort stammende Tradition steht im Zentrum der westlichen Identität. Das ist für mich selbstverständlich, aber was noch wichtiger ist: Auch die Feinde des Westens haben das verstanden. Sie würden nicht so viel Aufwand betreiben, um Druck auf Jerusalem auszuüben, wenn sie nicht wüssten, wie zentral es für die westliche Tradition ist.“

Nachdem Murray die Betonung der Bibel auf die „Entscheidung für das Leben“ der Verherrlichung des Todes durch den Islam gegenüberstellt hatte, wurde er gefragt, ob er glaube, dass es ein „metaphysisches Böses in der Welt“ gebe.

Er antwortete: „Das ist eine Frage, über die ich viel nachgedacht habe. Jeder, der die Taten der Hamas am 7.10. gesehen, die Videos angesehen, mit Überlebenden gesprochen oder sich an den Orten der Anschläge aufgehalten hat, weiß, dass es hier kein Missverständnis und keine soziale Not gibt. Das ist das pure Böse. Der Todestrieb ist real, er existiert in der Welt. Und ich, der ich in Glaubensfragen eher zur Skepsis neige, habe festgestellt, dass sich meine Sichtweise dadurch verändert hat. Ich habe in meinem Leben schon viele Schrecken gesehen, aber was mich dieses Mal schockiert hat, war die Ekstase im Bösen, die Freude daran, Leben zu nehmen. Mir war klar, dass dies eine Dimension jenseits der Politik, jenseits der Geopolitik ist. Das ist eine dunkle Energie, die danach strebt, das Licht zu verschlingen.“

Dennoch wies er auch darauf hin, was seine religiösen Freunde ihm gesagt hatten: „Wenn man sich mit dem Bösen auseinandersetzt, muss man sich auch nach seinem Gegenteil fragen – was das Gute ist.“

Bei einem Treffen mit den Eltern eines jungen Israelis, der am 7.10. ums Leben kam als er andere junge Menschen verteidigte und vielen das Leben rettete, sagte er zu ihnen: „Ihr Sohn ist bei der edelsten Tat gestorben, die ein Mensch vollbringen kann; er hat sein Leben gegeben, um anderen das Leben zu schenken.“ ("Douglas Murray has spent 20 years warning Europe about Islam – now he says Israel is the answer," Israel Hayom interview, 12 Nov. 2025)

Möge Murray erkennen, dass das, was er gerade darüber gesagt hat, sein Leben hinzugeben, um Leben zu schenken, genau das ist, was der Messias Jeschua für ihn und für alle Gläubigen getan hat!

Wo Frieden verboten ist, ist Frieden unmöglich

Der israelisch-arabisch-muslimische Journalist Khaled Abu Toameh schrieb im April, dass US-Präsident Trump, als er von Gesetzen im Nahen Osten hörte, die den Kontakt mit Israel verbieten, sagte: „Das ist verrückt.“ Er hat absolut recht, und „sie sind zudem giftig.“

Abu Toameh fuhr fort: „Solage Arabern und Muslimen durch Gesetz, Religion und sozialen Druck beigebracht wird, dass der Kontakt zu Israelis verboten ist, bleiben die Aussichten auf Frieden und Koexistenz unerreichbar.“ All diese Anti-Normalisierungsgesetze und -Kampagnen bewirken nicht anderes, als „Extremisten und Terroristen zu stärken“, deren Ziel die Zerstörung Israels ist.

Der Libanon hat seit 1955 ein Anti-Normalisierungsgesetz, dass „praktisch jeden Kontakt mit Israel“ verbietet, das als „Feindstaat“ bezeichnet wird. Es verbietet „jeder natürlichen oder juristischen Person, direkt oder indirekt, jegliche Transaktionen – sei es kommerzieller, finanzieller oder sonstiger Art“ mit Personen oder Gruppen, die mit Israel in Verbindung stehen. „Zuwiderhandelnde müssen mit Freiheitsstrafen von 3 bis 10 Jahren sowie mit Zwangsarbeit rechnen, zusätzlich zu Geldstrafen, Berufsverboten und der Beschlagnahmung von Gütern.“

Auch wenn dies in Washington „verrückt“ klingen mag, ist es in vielen arabischen und islamischen Ländern die Norm. „Der Libanon ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Gesetze, die Länder daran hindern, normale Beziehungen zu Israel aufzubauen, gibt es in der Region schon seit Jahrzehnten.“ Einige Staaten haben für den bloßen Kontakt mit Israelis lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe gesetzlich festgelegt.“

Im Mai 2022 verabschiedete das irakische Parlament das Gesetz zur „Kriminalisierung der Normalisierung und des Aufbaus von Beziehungen zur zionistischen Entität“, das jegliche „diplomatischen, politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Beziehungen zu Israel“ verbietet.

Kuwait verfügt über „ähnliche Gesetze, gestützt auf parlamentarische Gesetzgebung und islamische Rechtsgutachten“, die jeden Versuch, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren, „als Akt des Verrats“ behandeln.

Selbst Ägypten, das vor mehr als 40 Jahren „einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnet hat“, verfügt über ein Gesetz, dass den Entzug der ägyptischen Staatbürgerschaft erlaubt, wenn jemand als „Zionist“ angesehen wird. Die ägyptische Regierung hat dieses Gesetz aus dem Jahr 1975 genutzt, „um Ägyptern die israelische Staatsangehörige heiraten, die Staatsbürgerschaft zu entziehen.“

Diese Gesetze werden oft uneingeschränkt „von einflussreichen religiösen Institutionen wie der Kairoer Al-Azhar Al-Sharif“ unterstützt, der weltweit führenden Institution des sunnitischen Islam, „die Rechtsgutachten erlassen hat, die jegliche Form von nichtstaatlichen Kontakten mit Israelis verbieten und eine Normalisierung als religiös verboten darstellen.“

Das Ziel dieser Gesetze und religiösen Vorschriften ist eindeutig, „jede Form des Zusammenlebens mit Israel zu verhindern, zu bestrafen und zu stigmatisieren. Indem sie den zwischenmenschlichen Austausch unter Strafe stellen, senden arabische und muslimische Führer und Institutionen eine eindringliche Botschaft an ihre Bevölkerung: Frieden mit Israel ist nicht nur unerwünscht, sondern ein Verbrechen. Diese Botschaft wird durch Medienkampagnen, berufliche Ächtung und öffentliche Anschuldigungen des ‚Verrats‘ gegen diejenigen verstärkt, die es wagen, mit Israelis in Kontakt zu treten.“

Abu Toameh fasst diese Situation prägnant zusammen: „Wo Frieden illegal ist, ist Frieden unmöglich.“ ("Trump is right: Laws across the ME to prevent normalization with Israel are 'Crazy' and poisonous," K. Abu Toameh, Gatestone Institute, 27 Apr. 2026)

MIGA: Das iranische Regime wieder groß machen

Abu Toameh schilderte die Reaktion vieler arabischer Staaten im Nahen Osten auf Trumps – Gott sei Dank – inzwischen gescheiterte Absichtserklärung mit dem Iran, die im Frühjahr unterzeichnet worden war.

Er schrieb: „Die vorherrschende Darstellung“ in den meisten westlichen Medien sei, dass der Widerstand gegen Trumps Absichtserklärung mit dem Iran hauptsächlich vom israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu und seinen Anhängern ausgehe, doch dies entspreche einfach nicht der Wahrheit. Viele Araber, „darunter prominente Analysten aus den Golfstaaten, Wissenschaftler, ehemalige Amtsträger und libanesische Kommentatoren haben öffentlich Bedenken“ hinsichtlich dieser Absichtserklärung geäußert. „Ihre Einwände ähneln auffallend denen, die in Israel geäußert wurden, Die Absichtserklärung stärkt den Iran, schwächt die Glaubwürdigkeit Amerikas, ignoriert Teherans regionale Stellvertreter und macht Amerikas Verbündete verwundbar.“

Diese Bedenken wurden offen von Menschen in den Golfstaaten und im Libanon geäußert, „wo die Menschen Erfahrungen aus erster Hand mit den destabilisierenden Aktivitäten des Irans haben.“ So kritisierte beispielsweise der politische Analyst A. Taha aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die Erklärung und schrieb in einem Beitrag vom 17. Juni auf X: „Von den 8,3 Milliarden Menschen auf der Erde scheinen nur zwei dem Iran zu vertrauen: Trump und JD Vance.“ Am 20. Juni schrieb er: „Trump und JD Vance sind die einzigen Fans des islamischen Regimes im Iran. Trump versprach ‚Amerika zuerst‘, lieferte aber MIGA: ‚Make Iran’s Regime Great Again‘.“ [Das iranische Regime wieder groß machen, Anm. d. ÜS]

Einige Tage bevor er die Trump-Regierung kritisierte, dass sie ihre Verbündeten im Nahen Osten, darunter auch Israel, im Stich gelassen habe, richtete er seine Bedenken direkt an den US-Präsidenten mit den Worten: „Im Nahen Osten ist Loyalität das A und O. Wenn Sie Ihren engsten Freund mitten im Kampf im Stich lassen und hinter seinem Rücken Absichtserklärungen schließen, während Sie ihn schutzlos zurücklassen, dürfen Sie nicht erwarten, dass Ihnen noch einmal jemand vertraut.“ Sie haben der Welt gesagt: „Die USA und Israel haben eine Operation gegen den Iran durchgeführt‘, sind dann aber weggegangen und haben Ihren Verbündeten allein stehen lassen.

„Im Nahen Osten … ist jemand, der einen Verbündeten mitten im Kampf im Stich lässt und hinter seinem Rücken Absichtserklärungen schließt, niemand, den man in einer Krise anruft. Sie werden sagen, es gehe um amerikanische Interessen“, doch wir sehen darin, „dass Sie Ihre Freunde im Sturm im Stich lassen … Die Lehre daraus ist einfach. Wenn man heute seinen engsten Freund [Israel] im Stich lassen kann, warum sollte dann morgen noch jemand den eigenen Versprechen vertrauen?“

Abu Toameh merkte an, dass „Tahas Warnung die weit verbreitete Befürchtung vieler Araber widerspiegelt, dass die Absichtserklärung den Iran nicht in Schach hält, sondern ihn vielmehr rettet.“

Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains und Kuwaits nahmen es übel, während der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran „außen vor gelassen“ worden zu sein, und beklagen sich zu Recht, ebenso wie Israel, „dass sie weitgehend von Diskussionen ausgeschlossen wurden, die ihre Sicherheit unmittelbar betreffen.“ Viele waren besonders „beunruhigt darüber, dass die Absichtserklärung die iranischen Programme für ballistische Raketen und Drohne nicht thematisiert.“

Die eigentliche Sorge der meisten Länder im Nahen Osten ist jedoch, dass die Absichtserklärung „das Netzwerk iranischer Stellvertreter, die für einen Großteil der Instabilität in der Region in der jüngsten Vergangenheit verantwortlich waren“, unangetastet ließ. Die Erklärung versuchte zumindest, Irans nukleare Ambitionen anzugehen, ließ jedoch die Hisbollah, die Huthis im Jemen und die Hamas unberührt.

„Am beunruhigendsten ist vielleicht die Botschaft die die Absichtserklärung“ in der gesamten Region aussandte. Der Iran und seine Stellvertreter stellten „die Absichtserklärung als Sieg dar“, was sie für sie zu jenem Zeitpunkt auch war. Es herrschte die „Wahrnehmung, dass der Iran Washington zu Zugeständnissen gezwungen habe“, und das würde dschihadistische Gruppen nur ermutigen, da sie den Eindruck hatten, der Iran und seine Stellvertreter hätten sowohl Amerika als auch Israel besiegt.

Der damalige öffentliche Streit „zwischen der Trump-Regierung und der israelischen Regierung“ verstärkte diese Wahrnehmung und sandte eine „Botschaft an Amerikas Feinde“, dass es sich „von seinem engsten Verbündeten distanziere, während es einem seiner entschlossensten Feinde entgegenkomme.“

Aus den oben genannten Gründen betrachten viele Araber und Israelis „jedes Abkommen, das das iranische Regime und sein Netzwerk von Stellvertretern unberührt lässt, nicht als diplomatischen Durchbruch, sondern als gefährliche Illusion.“ ("'MIGA: Making Iran's regime great again': Why many Arabs vehemently oppose Trump's MOU" K. Abu Toameh, Gatestone Institute, 22 June 2026)

Europas Todeskampf ist selbstverschuldet durch seinen Judenhass

Robert Williams schrieb, dass nach dem Zweiten Weltkrieg viele europäische „Eliten“, insbesondere Deutsche und Österreicher, „dringend einer Entnazifizierung bedurften.“ Heute benötigen viele der europäischen Politiker und „Eliten“ erneut „dringend eine Deradikalisierung“, diesmal von ihrer „Pro-Hamas-Haltung.“

Während diese Haltung oft als „pro-palästinensisch“ bezeichnet wird, hat sie in Wirklichkeit „nichts mit den Palästinenser zu tun, sondern ausschließlich mit Judenhass.“ Wären diese Politiker und die Demonstranten auf der Straße wirklich pro-palästinensisch, „würden sie“ von der Hamas und anderen palästinensischen Führern „Meinungsfreiheit, gleiche Rechtsgerechtigkeit, bessere Bildungschancen und eine bessere Regierungsführung“ fordern und verlangen, dass die Mörder der Hamas aufhören, „auf ihr eigenes Volk zu schießen, um es daran zu hindern, Hilfsgüter anzunehmen, oder Waffenlager unter ihnen anzulegen, um die Opferzahlen unter den eigenen Bürgern zu erhöhen.“

Viele der noch lebenden „hochrangigen Führer“ der Hamas leben recht komfortabel in der Türkei und in Katar und sind Multimilliardäre. Bevor Israel sie vom Erdboden tilgte, „betrug das Gesamtvermögen allein der drei obersten Führer der Hamas 11 Milliarden Dollar.“

Williams vertritt die Ansicht, dass – „wie beim Nationalsozialismus – das ultimative Ziel der pro-Hamas- oder ‚pro-palästinensischen‘ Bewegung in Europa, insbesondere seit der vom Iran orchestrierten Invasion Israels durch die Hamas am 7.10.2023, darin besteht, die Welt ‚mit allen nötigen Mitteln‘ von Juden zu befreien“, wie die pro-Hamas-Massen bei ihren alles andere als friedlichen Demonstrationen lautstark verkünden.

Die „pro-Hamas“-Haltung der „herrschenden Klassen in Europa“ wird offenbar von „einer überwältigenden, fast rasenden Besessenheit von Juden und dem jüdischen Staat“ getrieben – „oft in einer Weise, die den eigenen nationalen Interessen dieser Länder zuwiderläuft.“ [Das liegt daran, Gottes Verheißung, diejenigen zu verfluchen, die Sein Volk verfluchen (4 Mo 24,9b), bis heute gilt!]

In Großbritannien beispielsweise, einer Nation, die innerlich durch „Gewalt und Chaos durch Zugewanderte“ zerrissen wird, gab es im vergangenen Juni „einen grausamen Versuch eines sudanesischen Migranten, einen britischen Mann in Belfast zu enthaupten.“ Doch was war das Thema der Debatte im Parlament? Israel. „Dies ist bereits die zweite Debatte in dieser Woche über Israel“, erklärt Lord Austin am 10. Juni im Oberhaus. „In den letzten Jahren hat das Parlament mehr über Israel diskutiert als über jedes andere Thema – nicht nur mehr als über jedes internationale Thema, sondern auch mehr als über jedes innenpolitische Thema, einschließlich Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Kriminalität oder das Gesundheitswesen. Die Öffentlichkeit das draußen schaut auf das Parlament und hält das für völlig verrückt.“

In Irland, das „mit seinen eigenen, selbstverschuldeten Problemen im Zusammenhang mit Migrantenkriminalität zu kämpfen hat“, zeigte sich Präsidentin Catherine Connolly begeistert darüber, dass ihre Schwester Teil der „Hamas-nahen Global Sumud Flottilla im Mai 2026“ sei, und fügte hinzu, sie sei „sehr stolz“ auf ihre Schwester. „Die Flottille unterhält nachweisliche Verbindungen zur Hamas und zur Muslimbruderschaft. Die amtierende Präsidentin eines europäischen Landes prahlt stolz mit ihren persönlichen Verbindungen zu einer islamistischen Terrororganisation und wird dafür bewundert, anstatt ihres Amtes enthoben zu werden.“

Unterdessen hat Frankreich eine Untersuchung wegen „Kriegsverbrechen“ im Zusammenhang mit Israels „Behandlung der Mitglieder der Global-Sumud-Flottilla“ eingeleitet. Doch in Frankreich „ist die Gewalt in den Städten so weit verbreitet, dass die Behörden nächtliche Ausgangssperren verhängt haben, um die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu überstehen.“

Zudem verlieh der Pariser Bürgermeister Grégoire im Juni „die Ehrenbürgerschaft der Stadt an die Bewohner des Gazastreifens“, an in Judäa und Samaria lebende Araber sowie an „palästinensische Journalisten“, von denen viele als Hamas-Terroristen entlarvt wurden.

Dennoch sind europäische Politiker „fleißig damit beschäftigt, Israel jedes erdenkliche Verbrechen vorzuwerfen, und tun dann so, als seien sie ‘schockiert‘, wenn Juden unter den Folgen des Hasses leiden, zu dessen Entstehung diese ‚Politiker‘ beitragen“, während der Antisemitismus in ganz Europa explodiert.

In seiner Rede während der Debatte am 10. Juni im britischen Oberhaus sagte Lord Austin: „Verstehen die Regierung und das Parlament denn nicht, dass das gezielte Herausgreifen des weltweit einzigen jüdischen Staates, die Anwendung von Maßstäben, die nirgendwo sonst gelten, und die falsche Anschuldigung, Israel habe diese schrecklichen Verbrechen begangen, zwangsläufig Feindseligkeiten gegenüber Menschen schüren wird, die mit Israel identifiziert werden – also gegenüber der überwiegenden Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft? Deshalb glaube ich, dass das Parlament eine große Rolle dabei spielt, die Explosion des Antisemitismus anzufachen, die wir auf den Straßen Großbritanniens beobachten.“

Diese „Besessenheit“ von den Juden habe „den Rest der Kultur durchdrungen. Juden werden mittlerweile so gezielt ausgegrenzt und boykottiert, dass sie kaum noch Verlage für ihre Bücher oder Buchhandlungen finden, die diese verkaufen.“ Dennoch reißen sich Verlage „um die Veröffentlichung von Büchern arabischer Terroristen: Marwan Barghouti, ein verurteilter Terrorist, der fünf lebenslange Haftstrafen wegen Mordes verbüßt, hat ein Buch mit dem Titel ‚Unbroken Das Streben nach Freiheit für Palästina‘ [Unbroken auf Deutsch ungebrochen, Anm. d. ÜS] verfasst, dessen Veröffentlichung in mehreren Ländern für diesen November geplant ist.“ Er wird dafür, als eine Art Nelson Mandela verherrlicht, und sein „Buch wird von den führenden Verlagen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Brasilien und den USA vertrieben. Völkermörderischer Judenhass verkauft sich gut.“

Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann (1975-1955) sagte am 9. März 1940 in einer NBC-Radiosendung: „Der Antisemitismus von heute … ist nichts anderes als ein Schraubschlüssel, mit dem Stück für Stück die gesamte Maschinerie unserer Zivilisation gelöst werden soll … wie eine Handgranate, die über die Mauer geworfen wird, um im Lager der Demokratie Verwüstung und Verwirrung zu stiften. Das ist sein eigentlicher Hauptzweck.“

Williams kommt zu dem Schluss: „Den Nazis wäre es fast gelungen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs tun nun so gut wie alles in ihrer Macht Stehende, um die westliche Zivilisation zu zerstören“ – durch massive Migration aus dem Nahen Osten und Afrika – „einschließlich aller ‚Traditionen‘ der Dritten Welt, die damit einhergehen. Dieses Mal wird niemand kommen, um die Europäer vor sich selbst zu retten.“ ("European Leaders: In urgent need of de-radicalization," R. Williams, Gatestone Institute, 16 Aug. 2026)

Wehe den westlichen Verrätern von Gottes Volk

Charles Gardner, ein renommierter britischer christlich-zionistischer Autor, ist sehr besorgt darüber, wie Trump mit dem Iran umgeht, da es zeitweise so aussah, als hätte er „Israel den Wölfen zum Fraß vorgeworfen.“ Der Mann, der wie eine moderne Kyrus-Figur gewirkt hatte, entpuppt sich als potenzieller Judas, der Israels Sicherheit ignoriert, um „den sicheren Transport von Öl“ zu gewährleisten.

Trump soll gegenüber Journalisten gesagt haben: „Ich habe das Sagen, nicht er“, womit er Netanjahu meinte. „Aber über solche Arroganz wird Gott lachen, der Israel nach wie vor als seinen Augapfel betrachtet, denn letztendlich ist es der Herr des Himmels und der Erde, der die Kontrolle hat und der über sein Wort wacht, damit es in Erfüllung geht.“

Aus biblischer Sicht „ist es nicht so, dass Israel Amerika braucht, sondern umgekehrt, wie der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, angedeutet hat.“ Huckabee, ein Pastor der Southern Baptist Convention, ist seit Jahrzehnten einer der zuverlässigsten amerikanischen Fürsprecher Israels.

Gardner bringt zum Ausdruck, was viele Westler – Gläubige und Nichtgläubige – wahrnehmen, nämlich, dass „Israel an vordersten Front im Kampf um die jüdisch-christliche (d. h. westliche) Zivilisation steht.“ Und unabhängig davon, ob der Iran eine Atombombe erhält oder nicht, ist er „entschlossen, den jüdischen Staat auszulöschen.“

Da es lächerlich ist, zu glauben, dass die derzeitigen Führer des Iran plötzlich vernünftig sind und gute Absichten haben“, muss Trump auf „den weisen Rat hören, den Winston Churchill einst den Beschwichtigern“ im britischen Parlament gab: „Man kann nicht mit dem Teufel verhandeln.“

Gardner fährt fort und schreibt, dass die Anerkennung „eines palästinensischen Staates, der nicht existiert“ – wie es Großbritannien und viele andere Nationen schändlicherweise getan haben – in Wirklichkeit ein Gelübde sei, das Land zu teilen, dass „Gott seinem alten Volk gegeben hat.“ Er erinnert an „eine Prophezeiung des verstorbenen Lance Lambert aus dem Jahr 2010, wonach ein ’verheerendes Gericht‘“ über alle Nationen kommen würde, die einen solchen Plan zustimmen. „Ihre Volkswirtschaften würden zusammenbrechen, ihr Finanzsystem würde versagen, und sogar ihr Klima würde sie im Stich lassen … Alte und mächtige Nationen würden so werden, als wären sie Länder der Dritten Welt, und Länder wie China und Indien würden aufsteigen, um ihren Platz einzunehmen.“ Lambert fügte hinzu, dass es äußerst arrogant sei, „zu glauben, man können sich über Gottes ewige Verheißungen hinwegsetzen. Doch inmitten all dieser Erschütterungen hätten zwei Völker nichts zu befürchten – die wahre und lebendige Kirche und Israel‘.“

Gardner kommt zu dem Schluss: „Wir im Westen sollten beschämt den Kopf senken, weil wir es versäumt haben, fest an der Seite Israels zu stehen, ohne das wir niemals das Evangelium des Friedens empfangen hätten, das Jesus der Welt gebracht hat. Es ist Zeit, unseren schockierenden Verrat zu bereuen, sonst müssen wir uns vielleicht dem sicheren Gericht Gottes stellen“, das in Joel 4, 1-2 gegen alle verkündet wird, die es wagen Sein Land zu teilen! ("Is Cyrus turning Judas?" C. Gardner, Israel Today, 19 June 2026)

Christlicher Zionismus erklärt

Mike Evans, ein Gläubiger und Gründer des „Friends of Zion Museum“ in Jerusalem sowie von „Churches United with Israel“, eines der größten christlich-zionistischen Netzwerke in Amerika, schrieb in einer Kolumne in der Jerusalem Post zum Thema christlicher Zionismus: „Ich werde nie vergessen, wie ich mit Mutter Teresa zusammensaß. Während unseres Gesprächs teilte sie mir eine Wahrheit mit, die mich seit Jahrzehnten begleitet. Sie sagte: ‚Man kann Jesus nicht lieben, ohne das jüdische Volk zu lieben, denn Jesus war Jude.‘“

„Diese Worte waren nicht politisch. Sie waren biblisch. Sie spiegelten die Erkenntnis wider, dass das Christentum das Judentum nicht ersetzt hat. Vielmehr entstand das Christentum aus Gottes Bundesbeziehung mit dem jüdischen Volk. Jesus wurde als Jude geboren, lebte als Jude, betete im Tempel, feierte biblische Feste und erfüllte die Verheißungen, die Gott durch die Propheten Israels gegeben hatte.“

Evans fuhr fort und schrieb, dass die Worte von Mutter Teresa den Kern des christlichen Zionismus auf den Punkt bringen. „Christliche Zionisten glauben, dass die Bibel das inspirierte, unfehlbare Wort Gottes ist. Wir glauben, dass der Bund, den Gott mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat, weiterhin in Kraft ist, weil Gott seinen Verheißungen treu ist.“

„Der moderne Staat Israel existiert genau in dem Land, das die Heilige Schrift wiederholt als das Erbe des jüdisches Volkes bezeichnet. Unsere Unterstützung für Israel basiert nicht auf wechselnden politischen Strömungen oder Wahlzyklen. Sie ist in Gottes ewiges Wort verwurzelt.“

Diese Überzeugung bestimmt auch, wie christliche Zionisten das Land selbst wahrnehmen, und ist der Grund, warum die meisten von ihnen „den Begriff ‚Westjordanland‘ ablehnen.“ Die Heilige Schrift bezeichnet diesen Teil von Gottes Land niemals mit diesem Namen, sondern nennt ihn Judäa und Samaria. „Diese Namen sind keine politischen Erfindungen; es sind biblische Namen des Landes, in dem sich die Geschichte der Erlösung entfaltete.“

Evans merkt an, dass fast „80 % der in der Bibel aufgezeichneten bedeutenden Ereignisse in Judäa und Samaria stattfanden. Abraham wanderte über diese Hügel. Josua führte Israel in dieses Land. Samuel richtete hier. David regierte von hier aus. Elia und Elischa wirkten hier. Die Propheten verkündeten Gottes Wort in diesen Bergen, und Jesus selbst reiste, lehrte, heilte und predigte“ in ganz Judäa und Samaria. Sowohl die Geschichte Israels als auch die der Kirche „ist untrennbar mit diesem Land verbunden.“

Jeschuas letzter Auftrag an Seine Apostel kurz vor Seiner Himmelsfahrt unterstrich die Bedeutung von Gottes Land: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet Meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. (Apg 1,8)

Evans fährt fort: „Beachtet, wo der Missionsauftrag beginnt: in Jerusalem, Judäa und Samaria. Das Evangelium verbreitete sich zu den Völkern gerade von jenen Orten aus, die viele Christen heute bloß als umstrittenes Land betrachten wollen. Jesus hat Seine Mission nicht vom Land der Bibel getrennt, und das sollten auch Seine Nachfolger nicht tun.“ Diese biblischen Namen sollten die Gläubigen daran erinnern, „dass die Heilige Schrift in realen Orten, realen Menschen und Gottes beständigem Bund mit Israel verwurzelt ist.“

Leider und fälschlicherweise stellen Kritiker „christliche Zionisten oft als Menschen dar, die in erster Linie von politischen Motiven getrieben sind“, doch das ist weit von der Wahrheit entfernt. „Der christliche Zionismus ist in erster Linie eine theologische Überzeugung. Er ist der Glaube, dass Gott Seine Bündnisse hält und dass Seine Verheißungen vertrauenswürdig sind. Die Namen Judäa und Samaria sind keine modernen politischen Schlagworte. Es sind biblische Namen, die in der gesamten Heiligen Schrift zu finden sind. Diese Namen auszulöschen bedeutet, einen Großteil der Geografie von Gottes Erlösungsgeschichte auszulöschen.“ Und wenn der in der Bibel offenbarte Gott „Seinen Verheißungen an Israel“ den Rücken kehren könnte, dann müssten wir Gläubige uns fragen, „ob Er Seine Verheißungen an uns einhalten wird.“

Evans führt dann aus, was ich mir von mehr Gläubigen wünschen würde, dass sie es berücksichtigen und auf ihr eigenes Denken anwenden: „Eine biblische Weltanschauung verändert mehr als nur unser Verständnis der Geschichte. Sie verändert auch, wie wir Ereignisse interpretieren, die sich heute in Israel abspielen.“ Das ist der Kern dessen, warum wir bei Intercessors for Israel“ [Fürbitter für Israel, Anm. d. ÜS] so beten, wie wir es tun. Wir betrachten die Ereignisse – nicht nur in Bezug auf Israel, sondern weltweit – und suchen Gott durch Sein Wort, um zu verstehen, was Er tut, um die Wiederkunft Seines Sohnes in Herrlichkeit zu beschleunigen, und auf dieser Grundlage beten wir dann.

Unsere Fürbitten sind biblisch ausgerichtet, nicht politisch oder national; dennoch verstehen wir auch, dass – damit Sein Name geheiligt wird und Sein Reich auf Erden kommt – Israel an seinem rechtmäßigen Platz sein muss: physisch in dem ihm verheißenen Land und in einer erretteten Beziehung zu Gott, dem Vater, durch den Herrn Jeschua, Israels König und Messias.

Evans beendet seine Kolumne wie folgt: „Mutter Teresa hat etwas verstanden, was ein Großteil der modernen Welt vergessen hat. Jesus kann nicht von Seiner jüdischen Identität getrennt werden oder von dem Volk, durch das Gott Seinen Erlösungsplan in die Welt gebracht hat. Jesus zu lieben bedeutet, die Geschichte zu ehren, die Gott durch Israel geschrieben hat. Deshalb werden christliche Zionisten weiterhin zu Israel stehen und Judäa und Samaria weiterhin bei ihren biblischen Namen nennen.“ ("Christian Zionists believe the West Bank is Bible land," M. Evans, JP Op-ed, 4 Aug. 2026)

Rette Dein Volk und segne Dein Erbteil;
weide sie und trage sie bis in Ewigkeit!Ps 28,9

Segen aus Zion

Chuck Cohen

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